EVENSONG

DONNERSTAG, 10. JANUAR 2013, 18:00 UHR

PROF. DETLEV VON USLAR

Psychologe und Philosoph

YOLANDA OBERHOFER-GRÜMMER

Sopran

HEINZ SPECKER

Orgelpositiv

Jahresthema 2013: «Christliche Philosophen und Denker»

Aristoteles, ein Fundament christlicher Philosophie im 4. Jahrhundert vor Christus

 

Musik: Vier geistliche Konzerte von Hernry Purcell für Sopran und Orgelpositiv (Continuo):

Lord, what is man - The Blessed Virgin's Expostulation - We sing to Him - An Evening Hymn

 

Thomas von Aquin baut sein Denken auf die Philosophie des Aristoteles auf.  Für Aristoteles ist  das Seelische nicht etwas vom Körper und der Naturwelt Unterschiedenes, wie  es seit Descartes in der Neuzeit geschieht, sondern Seele ist auch die Wesensform des leiblichen Lebewesens.  Sie ist die Art seines Da-seins. So sagt auch Thomas: „Anima est forma corporis“, „Seele ist die Form des Körpers.“ Sie ist das, was den Körper lebendig sein lässt. Dazu gehört für Aristoteles auch das Denken: Wenn die Seele im Denken die Urformen der Wahrheit erfasst, hat sie an deren Unsterblichkeit teil. In der mittelalterlichen Philosophie des 13. Jahrhunderts verbinden sich griechisches und christlich-jüdisches Denken und prägen damit das Abendland.

Detlev von Uslar

 

 

Henry Purcell (1659 - 1695) war der Sohn eines Mitglieds der um 1660 errichteten Chapel Royal, der Sängerkapelle Karls II. Er erhielt seine Ausbildung als Chorknabe derselben Kapelle durch zahlreiche bedeutende Lehrer wie John Blow und Matthew Locke. 1676 übernahm er das Organistenamt an der Westminster Abbey. 1682 wurde Purcell als Organist der Chapel Royal angestellt, eine Position, die er zeitgleich mit seinem Organistenamt an der Westminster Abbey innehatte. Purcell schuf hauptsächlich geistliche Musik und Oden zu festlichen Anlässen des Königshauses. 1685 schrieb er anlässlich der Krönung von Jakob II. zwei seiner bekanntesten Anthems, I was glad und My heart is inditing.

 

Für das Jahr 1689 ist die Aufführung seiner ersten Oper Dido und Aeneas belegt, an welche sich später noch 38 dramatische Musikwerke anschlossen, die sowohl durch ihre Stoffe (teils nach William Shakespeare, teils von John Dryden) als auch durch die Originalität und den hohen Kunstwert der Musik ein wohlbegründetes Aufsehen erregten. Nicht minder waren seine Kirchenkompositionen von den Zeitgenossen, namentlich auch von Händel, geschätzt.

 

Zu Purcells Meisterwerken gehören sein Te Deum und Jubilate, die für den Cäcilientag des Jahres 1694 entstanden - es handelt sich hier um das erste englische Te Deum mit Orchesterbegleitung. Purcell überlebte diese Komposition nicht lange.

 

Er starb 1695 auf dem Zenit seines Schaffens, gerade einmal Mitte dreißig. Seine Witwe Frances Purcell starb 1706, sie veröffentlichte einige seiner Werke im Druck, darunter die berühmte Sammlung Orpheus Britannicus. Bereits von Zeitgenossen mit diesem Titel gewürdigt, galt Purcell vor allem durch seine Vokalwerke lange Zeit als größter englischer Komponist. Bemerkenswert an diesen Werken ist vor allem die einfühlsame Verwendung der englischen Sprache.

 

Henry Purcell wurde in der Westminster Abbey neben der Orgel begraben, auf seinem Grabstein steht: „Here lyes Henry Purcell Esq., who left this life and is gone to that blessed place where only his harmony can be exceeded.“

 

Quelle: www.wikipedia.org

 

 

Yolanda Oberhofer-Grümmer, aus einer Musikerfamilie stammend, erhielt früh Cello- und Klavierunterricht, war nach dem Lehrerdiplom Primarlehrerin und studierte Gesang bei Noëmi Nadelmann und Thomas Barthel. Ihr Repertoire umfasst Messen, Oratorien, Konzertarien und Lieder aus verschiedenen Epochen. Yolanda Oberhofer-Grümmer ist regelmässig bei Lieder-Rezitalen und Konzerten zu hören.

 

Heinz Specker ist in Biel geboren, dort und teilweise auch in der Ostschweiz aufgewachsen.

Er studierte Orgel an den Musikhochschulen Winterthur und Toulouse bei Rudolf Meyer und Xavier Darasse, und Musiktheorie an der Musikhochschule Zürich bei Hans-Ulrich Lehmann.

Zahlreiche Meisterkurse und Seminare, u.a. bei Marie-Claire Alain, T. Koopman, B. Lagacé, sowie Studien in Musikwissenschaft an der Universität Zürich vervollständigen seine Ausbildung.

Heute ist er Organist von St. Anton in Zürich und Leiter und Dozent der Schule für Musiktheorie Zürich SMZ, einer Ausbildungsstelle für die Schweizerische Akademie für Musikpädagogik, an welcher er akkreditierter Dozent und Prüfungsexperte ist.

 

Das Jahresthema 2013 gibt in 10 Beiträgen eine Ahnung von der Fülle philosophischen Denkens in der christlichen Welt.