EVENSONG

DONNERSTAG, 9. NOVEMBER 2017, 18:00 UHR

RUDOLF VÖGELE

Theologe

MEIN LIEBLINGSTOD


«Christinnen und Christen sterben anders»

 

Musik:

Sophia Gubaidulina: Silenzio
                                     I.    1/4 = ca. 116
                                    II.    7/16 = 36
                                   III.    Presto
                                   IV.    1/4 = 116
                                    V.    Con moto

 

Daniel Stöckli       Violine

Jürg Bachmann     Violoncello

Alexandre Jaques  Akkordeon

 

Dr. theol. Rudolf Vögele (1959), verheiratet, 2 Söhne, seit 1987 im pastoralen Dienst der kath. Kirche, zunächst im Erzbistum Freiburg, seit Oktober 2007 im Generalvikariat Zürich-Glarus – Leiter Ressort Pastoral. Sein besonderes Augenmerk: Menschen, die nicht kirchlich sozialisiert sind, den Glauben nahezubringen – wie z.B. durch seinen Kurs „Wie geht katholisch?“ (www.zh.kath.ch/schnupperkurs <http://www.zh.kath.ch/schnupperkurs> ). Das Thema Tod und Sterben hat für ihn eine sehr persönliche Note, nicht nur, weil er als aktiver Notfallseelsorger oft sehr drastisch damit konfrontiert wird.

Jürg Bachmann, geboren in Winterthur, erhielt mit acht Jahren den ersten Violoncellounterricht bei Gabrielle Montandon in Winterthur. Hier bekam er auch den musikalischen Funken, der ihn nie mehr verlassen sollte. Studierte bei Markus Stocker in Winterthur und Jürg Eichenberger in Zürich. Langjähriges Mitglied im Thurgauer Barockensemble, Mitbegründer des Ripieno Kammerorchesters Winterthur, Unterricht an verschiedenen Musikschulen im Kanton Zürich. Aktuell Stimmführer in Stradis Orchester und im Kammerorchester Steckborn. Als Kammermusiker in mehreren Formationen tätig, pflegt seit einigen Jahren das Musizieren auf dem Barockcello.

Daniel Stöckli, geboren in Basel, erhielt als Achtjähriger seinen ersten Violinunterricht. Mit zehn Jahren begann er zudem mit Klavierunterricht.  Bald war es für ihn klar, dass er die Musik zum Beruf machen würde.
Er studierte Violine bei Hansheinz Schneeberger (Basel) und Thomas Füri. Nach dem Lehrdiplom am Konservatorium Winterthur folgte er Thomas Füri an die Musikhochschule Zürich und erlangte das Konzertreifediplom „mit Auszeichnung“.
Gleichzeitig widmete er sich intensiv dem Klavierspiel und studierte am Konservatorium Winterthur bei Hans Rudolph Boller und Hansjürg Strub. 1990 schloss er mit dem Lehrdiplom ab.
Seit 1992 ist er Mitglied des Sinfonieorchesters St. Gallen.
Aus Interesse an der Kirchenmusik begann er  mit dem Orgelspiel. Bei Joseph Bannwart bereitete er sich auf das kantonale Orgeldiplom vor, das er 2001 erwarb.
Seit 2002 ist er Organist in der Ev. Kirchgemeinde Egnach, nachdem er in Hauptwil und Langrickenbach-Birwinken erste Erfahrungen gesammelt hatte.

Alexandre Jaques studierte Akkordeon in Feldkirch, Salzburg und Trossingen, wo er mit dem Konzertdiplom abschloss. Später studierte er Kirchenorgel in Lausanne und schloss im 2014 mit dem liturgischen Orgeldiplom ab. Neben seiner Konzert-Tätigkeit unterrichtet er Akkordeon an den Musikschulen Kilchberg-Rüschlikon und Thalwil-Oberrieden, sowie Akkordeon und Kirchenorgel an der Musikschule Neukirch-Egnach. Zudem ist er Organist der Reformierten Kirchen Neukirch-Egnach und Sitterdorf-Zihlschlacht.

"Silenzio hat diesen Namen erhalten, weil es meistens nur im Pianissimo komponiert ist. Es war nicht meine Intention nur Stille darzustellen oder einen solchen Eindruck zu erwecken. Stille ist für mich gleichsam der Boden, auf dem etwas heranwächst. Es entstehen bestimmte rhythmische Verhältnisse, die in allen fünf Miniaturen unterschiedlich erscheinen – mal verbogen, mal in Gestalt von Tondauer-Proportionen. Im Finale wird Verborgenes und Offenes zur Synthese gebracht: im Verlauf des ganzen Satzes hören wir deutlich formulierte rhythmische Folge (quasi über einen Rhythmus). Es ist derselbe Rhythmus, der auch im Verhältnis der Formteile zueinander zu hören ist: 7 – 2-  5."

Soflia Gubaidulina ist 1931 in der Stadt Tschistopol der Tatarischen autonomen Republik geboren worden. Ihr Vater war Ingenieur-Geodät, die Mutter Lehrerin, der Grossvater Mullah. Gubaidulina selbst bekennt sich zum Russisch-Orthodoxen Glauben. Gubaidulina studierte Komposition und Klavier am Konservatorium von Kasan und führte nach dem Abschluss 1954 ihre Studien in Moskau bis 1963 fort. Als Studentin wurde sie mit einem Stalin-Stipendium ausgezeichnet. Während dieser Studien wurde ihre Musik als „pflichtvergessen“ bezeichnet, aber Dimitri Schostakowitsch ermutigte sie, ihren „Irrweg“ fortzusetzen.
Ihr Erfolg im Westen wurde vor allem von Gidon Kremer unterstützt, der ihr Violinkonzert Offertorium 1981 uraufführte. Seit zwei Jahrzehnten gehört Sofia Gubaidulina zusammen mit Alfred Schnittke und Edisson Denissow zu den führenden, weltweit anerkannten Komponisten Russlands der Ära nach Schostakowitsch.
Sofia Gubaidulina lebt seit 1992 in Deutschland und wohnt in Appen. Sie ist u.a. Mitglied der Akademie der Künste in Berlin, der Freien Akademie der Künste Hamburg sowie der Königlich Schwedischen Musikakademie Stockholm sowie Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Letters.