EVENSONG

DONNERSTAG, 8. MÄRZ 2018, 18:00 UHR

DANIEL ILLGER

Autor und Medienwissenschaftler

ALÉXANDRE JAQUES

Akkordeon

«Die Hoffnung der gefallenen Welt: J.R.R. Tolkien und die Poetik der Fantasy»

 

Musik:

Nikolaus Brass: Trennzeichen (2009) für Akkordeon


Daniel Illger wurde 1977 geboren und arbeitet als Film- und Medienwissenschaftler an der Freien Universität Berlin. Bei Klett-Cotta/Hobbit Presse ist seine Skargat-Trilogie erschienen, deren erster Band mit dem SERAPH 2016 als bestes Debüt ausgezeichnet

wurde. Daniel Illger lebt in Berlin und Zürich.

 

Trennzeichen, im Auftrag vom Stadt Fürstenfeldbruck für Kai Wangler geschrieben, bestehen die Trennzeichen aus 7 Stücken.

Charakteristisch für diese Musik sind fließende Zeitprozesse, Fragen von Ordnung und Störung sowie Aspekte der menschlichen Existenz in einem „permanenten Kreisen von Verlieren und Wiederfinden“.

 

Nikolaus Brass begann frühzeitig zu komponieren. Nach dem Abitur 1968 absolvierte er in MünchenSchottland und an der Freien Universität Berlin ein Medizinstudium. Komposition studierte er bei Peter Kiesewetter in München, bei Frank Michael Beyer an der Universität der Künste Berlin und bei Helmut Lachenmann in Hannover. 1980–86 nahm er an den Darmstädter Ferienkursen teil. Dort begegnete er Morton Feldman, der sein weiteres musikalisches Denken und Schaffen nachhaltig beeinflusste.

Lange Jahre arbeitete Brass als Mediziner – zunächst als Klinikarzt, ab 1982 als Redakteur der Fachzeitschrift « Ärztliche Praxis » und parallel als Komponist. Die „konkrete Konfrontation mit der existenziellen Zerbrechlichkeit des menschlichen Daseins, mit Aufbruch und Glück, aber auch Schmerz, Siechtum und Tod fungierte wie ein Kompass bei der Suche nach Ausdruck.

 

Alexandre Jaques wird in Lausanne geboren und wächst auch dort auf. Schon ganz früh fasziniert ihn der Klang des Akkordeons und mit acht Jahren beginnt er, dessen Spiel zu erlernen. Später widmet er sich dem Studium des Instrumentes bei Goran Kovacevic in Feldkirch und in Salzburg. Anschliessend erwirbt er das Konzertdiplom in Trossingen bei Hans Maier. Aufgrund des Wunsches, sein Interesse am Akkordeon weiterzugegen, folgt ein Studium der Pädagogik in Trossingen bei Friedemann Gisinger. Im Nebenfach studiert er Kirchenorgel – da ihn diese seit langem begeistert – und erwirbt das liturgische Orgeldiplom bei Kei Koito, Pierre Alain Clerc und Benjamin Righetti in Lausanne. Zwischen 2015 und 2017 vertiefte er seine Kenntnisse über die historische Aufführungspraxis und besuchte den Improvisation- und Generalbassunterricht bei Benjamin Guèlat in Zürich.

Heute ist er Mitglied verschiedener Kammermusikformationen (lumières médievalesEnsemble Souffle de cordes, etc.), spielt mit den verschiedensten Partnern im Duo, begleitet Chöre und tritt regelmässig als Soloakkordeonist auf. Als engagierter Pädagoge unterrichtet er in verschiedenen Musikschulen. Ferner schreibt er Werke für klassisches Akkordeon beim Wunn Verlag in Deutschland. Zudem ist er Organist in der reformierten Kirchgemeinden Neukirch-Egnach und Sitterdorf-Zihlschlacht.

 

Das Thema «Berührungen in christlicher Literatur» soll die vielfältigen Ebenen aufzeigen, auf welchen Menschen, die selber häufig lesen oder schreiben, berührt worden sind. Dass Lesen einen ganz anderen, zuweilen intensiveren Zugang zu einer Welt verschafft, als beispielsweise das Ansehen oder Anhören ist ein weiterer Ansatzpunkt. Letztlich sollte das Thema zu einer Vertiefung des Lesens allgemein und zu einem erneuten Bewusstwerden der ungemein reichhaltigen Literatur führen, die das Christentum so facettenreich hervorgebracht hat.